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Lernzirkel PRAXISKOORDINATION

Projekte gibt es in der Arztpraxis häufiger als man denkt. Allein die Umsetzung von Qualitätsmanagement besteht im Grunde genommen aus vielen kleinen Projekten.

Mit unserem neu konzipierten LERNZIRKEL PRAXISKOORDINATION möchten wir Ärzte/Innen und leitende MPA, MPK und MPK in Ausbildung bei ihren anstehenden Projektarbeiten und Fallstudien unterstützen.

Mit dem PDCA-Zyklus (Demingkreis) können Sie eigenständig Probleme erkennen und lösen. Er ist Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Deshalb haben wir die einzelnen Module vom LERNZIRKEL PRAXISKOORDINATION auf dem PDCA Zyklus aufgebaut.

Bitte Bild anklicken!

17. Oktober 2020 |

Besuchen Sie uns am Hausärztekongress in Luzern am 4. und 5. November 2020

22. Fortbildungstagung des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM)

Interessierten Ärztinnen und Ärzten bieten wir einen kostenlosen Beratungstermin (30 Minuten) zu folgenden Themen an:

  • Qualitätssicherung der Praxisapotheke

  • Präsentation Digitales Praxishandbuch (Inhalte und Funktionalität)

  • Individuelle Beratung Qualitäts-, und Prozessmanagement

Terminreservierung: https://praxiskoordination.ch/kontakt/

Wir freuen uns,  Sie an unserem Stand (72) im Kongressfoyer begrüssen zu dürfen!

https://www.khm-kongress.ch/khm2020/

19. September 2020 |

Du hast die Berufsprüfung mit Bravour gemeistert und jetzt bist Du offiziell Medizinische Praxiskoordinatorin praxisleitende Richtung mit eidgenössischem Fachausweis.

Herzlichen Glückwünsch Nicole,        Dein Team ist stolz auf Dich!

19. September 2020 |

Wie Augenmobil funktioniert?

Wenn Patientinnen und Patienten für medizinische Untersuchungen nicht mobil genug sind, kommt Augenärztin Barbara Bachmann ins Pflegeheim. Sie betreibt mit Kolleginnen eine mobile Augenarztpraxis.

Es ist toll, dass wir von der Praxiskoordination Carnier GmbH bei diesem sinnvollen Projekt mithelfen dürfen!

(Unsere Kolleginnen bei den technischen Augenuntersuchungen im Pflegezentrum)

Die GlücksPost hat uns besucht und unseren Kolleginnen bei den Messungen über die Schulter geschaut.

Augenmobil_Glueckspost_2020_04_23

Interessiert an den Dienstleistungen der Augenmobil AG – dann freuen wir uns auf Ihren Besuch auf der Webseite:

https://augenmobil.ch/

Gerne können auch wir – Team Praxiskoordination Carnier GmbH – Ihnen Auskunft geben.

 

 

 

 

 

 

 

1. Juli 2020 |

«Wissen muss einfach abrufbar sein»

Bei vielen Gesundheitsinstitutionen liegt zu unzähligen Themen Wissen brach, weil die Informationen schlecht auffindbar sind!

Im digitalen Hotspot der Spitex-Branche erklärt Yves O. Aeschbacher von healthy+, welchen Nutzen eine Spitex-Organisation mit der Wissensdatenbank hat.

Wir alle kennen den Spruch: Wissen ist Macht. Dies gilt solange, als das Wissen «nur» in den Köpfen der Menschen ist. Die Wissensdatenbank stellt den Mitarbeitenden das gesamte schriftlich festgehaltene Wissen innerhalb des Unternehmens zur Verfügung. Die Wissensdatenbank ist eine Plattform, auf der Inhalte als Artikel und mit Dokumenten strukturiert abgelegt und einfach verfügbar sind. Diese Informationen können jederzeit von überall abgerufen werden, egal welches Gerät ich gerade benutze.

Interview: https://www.spitex-drehscheibe.ch/wissen-muss-einfach-abrufbar-sein/

Wir von der Praxiskoordination haben mit Healthy+ das digitale Praxishandbuch entwickelt.

9. Juni 2020 |

Praxishandbuch für einen strukturierten Wissenstransfer

Gastbeitrag für https://mpa-community.ch/ vom 28. Mai 2020

Information ist nicht gleich Wissen und umgekehrt. Die neue Zürcher Zeitung beschrieb es so:

«Information und Wissen werden oft in einem Atemzug genannt. Aber: Information ist nicht Wissen!»

Das Wissen in einer Arztpraxis ist an die Ärzteschaft, an die Therapeuten und an die MPA gebunden. Mit jedem Praxisalltag, mit jeder Interaktion und mit jedem Feedback kann das Wissen der Praxis wachsen. Für das Lernen aus den Erfahrungen, aus Fallbeispielen und aus recherchierten Informationen braucht es allerdings einen strukturierten Transfer. Die Herausforderung besteht darin, gezielt Informationen und Wissen in den jeweiligen Kontext zu setzen.

Im Vordergrund stehen immer unsere Patienten und die ablaufoptimierte Gestaltung von Vorsorge-, Nachsorge- und Behandlungspfaden sowie die Bereitstellung notwendiger Kapazitäten und Medikamente. Dies setzt ein prozess- und qualitätsbewusstes Denken und Lernen des Praxisteams voraus. Eine Möglichkeit ist das Training «on-the-Job». Das bietet immer die besten Voraussetzungen, um sich Expertenwissen anzueignen.

Personalaustritt – was passiert mit dem Wissen?

Gerne möchte ich Ihnen ein Beispiel beschreiben, welches Sie vielleicht kennen:

Die leitende MPA Nadja ist seit über 5 Jahren im Team. Sie «schmeisst den Laden», kennt die Krankengeschichte der Patienten, kennt die Qualitätsanforderungen der Praxisapotheke und des
Praxislabors. Sie kennt die Sprechstundenabläufe, rechnet ab und bearbeitet alle Rückweisungen. Sie kümmert sich um die Anliegen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Lernenden und der Patienten.

Ja, es läuft einfach! Und alle sind zufrieden. Allen voran der leitende Arzt (die Geschäftsführung).

Dann kündigt Nadja, sie hat Lust auf eine neue Herausforderung. Nadja hat 3 Monate Kündigungsfrist. Wenn sie jetzt noch Überzeit und Ferien bezieht, bleiben noch 8 Wochen bis zu ihrem Austritt.

Jetzt muss schnell eine neue, kompetente MPA rekrutiert werden. Sie sollte möglichst viel Erfahrung (Wissen) mitbringen. Die neue MPA hat 2 Monate Kündigungsfrist. Für die effektive Einarbeitung bleiben im besten Fall 2 Wochen.

Mögliches Szenario:

→ Nadja kann ihr praxisspezifisches Wissen, das sie in den letzten 5 Jahren aufgebaut hat, unmöglich in dieser kurzen Zeit an ihre Nachfolgerin weitergeben.

→ Nadja nimmt ihr Wissen mit! Wenn Nadja weg ist, sind auch wichtige und relevante Informationen zu den Abläufen im Praxisbetrieb weg.

→ Die neue MPA tritt die neue Stelle an. Vollgepackt mit den wichtigsten Informationen, den Handnotizen, den gesammelten Prozessen, welche vielleicht im «Praxishandbuch» irgendwo beschrieben sind. Aber die grösste Herausforderung für die neuen MPA ist die Erwartungshaltung der anderen Teamkollegen.

Kann sie Nadja das Wasser reichen? Kann die neue MPA den Erwartungen gerecht werden?

In vielen Fällen hat der Nachfolger schlechte Karten. Alle hängen noch an Nadja. Die Nadja war so gut, die wusste so viel, die hatte unsere Bedürfnisse gekannt. Währenddessen muss sich die Neue nicht nur mit neuen Praxisabläufen auseinandersetzten. Die meiste Energie muss in die Akzeptanzbemühungen investiert werden. In der Regel hat man während drei Monaten Zeit, sein Können und Wissen unter Beweis zu stellen. Es gilt nicht anzuecken, selbst wenn sinnlose Abläufe und Prozesse nahtlos übernommen werden müssen. Wird die «Bewährungszeit» nicht überstanden, muss die Praxis wieder bei null anfangen. Der finanzielle Schaden ist gross, das Team frustriert und im schlimmsten Fall ist das übertragene Wissen auch weg.

Ein weiterer Aspekt sind die Gewohnheiten. Lernen und kontinuierliche Verbesserung bedeutet liebgewonnenen Gewohnheiten bewusst zu werden, erkennen, wann sie zum Einsatz kommen und welchem Nutzen sie dienen (oder gedient haben). Aus dieser Erkenntnis heraus können wiederum Veränderungen oder Verbesserungen vorgenommen werden. Viele Abläufe in der Arztpraxis müssen akteurübergreifend entwickelt werden, um Effizienzsteigerungen zu erzielen. Aber Vorsicht, Effizienzsteigerung wird nicht durch die simple Automatisierung von Routinetätigkeiten erreicht. Vielmehr geht es darum der Ärzteschaft, den Therapeuten und den MPA einen Arbeitsplatz und eine Informationen- und Wissensstruktur zur Verfügung zu stellen, damit die Mitarbeitenden bestmögliche Entscheidungen für die Patienten und für die Praxis treffen können.

Praxishandbuch: ein digitales Nachschlagewerk

Ein wichtiges Instrument zur Sicherung von Wissen, praxisorientiertem Lernen und Informationen ist das Praxishandbuch. Alle praxisrelevanten Themen können in einem digitalen Nachschlagewerk für die Mitarbeitenden zugänglich gemacht werden. Die Mitarbeitenden können entsprechend an die Hand genommen und durch vorgegebene Prozesse und Leitlinien navigiert und auch unterstützt werden.

Beispiele für normative Prozesse in der Arztpraxis:

  • Qualitätssicherung der Praxisapotheke
  • Interne und externe Qualitätskontrollen im Praxislabor
  • Strahlenschutz und dosisintensives Röntgen
  • Diagnostik, Triage und Dokumentation
  • Tarifwesen und Abrechnung
  • Notfallmanagement
  • Datenschutz
  • Arbeitssicherheit
  • Personalmanagement

Die Ergänzung mit adaptiven Prozessen – Lernen aus Erfahrungen im Praxisalltag – sollte unbedingt in das Praxishandbuch aufgenommen werden. Auch hier werden Aktivitäten vorgegeben, jedoch mit der Option, adaptiv weitere Arbeitsschritte einbauen zu können.

Beispiele für adaptive Prozesse in der Arztpraxis:

  • Chronic Care
  • Mitarbeiter Aus-, Fort-, und Weiterbildung und Entwicklung
  • Beschwerdemanagement
  • Patientenservice
  • Praxisinfrastruktur

Adaptive Prozesse befinden sich in einem permanenten Zustand des Lernens und Weiterentwickelns, deshalb sollten die Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, eigene Prozessschritte zu definieren. Dies hilft der Arztpraxis die Wissensbasis zu erweitern und damit nachhaltig einen Mehrwert zu generieren. Aktivitäten, Erfahrungen und Wissen können neuen Mitarbeitenden und Lernenden zugänglicher gemacht werden. Regulatorische Richtlinien der Praxis werden abgebildet und gleichzeitig dem Handbuchbenutzer ein Maß an Freiheit gewährt.

Praxismitarbeitende, in der Rolle als Anwender und Wissensarbeiter, werden in den Vordergrund gerückt. Es braucht nicht nur starre Prozesse und Leitlinien, sondern eine aktive Auseinandersetzung und ein gesundes Mass an Entscheidungsfreiheiten bei jedem einzelnen Mitarbeitenden, um das Wissen, im Sinne des Unternehmens, bestmöglich und ohne unnötige Schranken einsetzen zu können.

«Die grundlegende Ressource der Wirtschaft – das Produktionsmittel – ist nicht mehr Kapital, natürliche Rohstoffe oder Arbeit. Es ist Wissen. Und das wird es auch in der Zukunft sein.»  Zitat: Peter Drucker 1909 – 2005, Amerikanischer Unternehmensberater, geboren in Österreich

Zur Vereinfachung und leichteren Lesbarkeit wird im Text für die einzelnen Personenkategorien entweder nur die weibliche oder die männliche Form verwendet.

1. Juni 2020 |

Höchste Zeit, umzudenken – Zeit für das digitale Praxishandbuch in der Arztpraxis

Vorhandenes Wissen zu strukturieren und dem ganzen Praxisteam zugänglich zu machen, ist ein wichtiger Schritt für die Qualitätssteigerung in den Behandlungsprozessen und die Etablierung von Standards. Durch die Installation einer interaktiven Wissensplattform können wichtige Informationen einfach erfasst und vermittelt werden. Richtlinien und Handlungsanleitungen sind rasch auffindbar. Inhalte und Dokumente können verknüpft und so effizienter genutzt werden.

Jetzt im kostenlosen Testhandbuch ein neues Register “Umgang mit dem CORONAVIRUS (COVID-19) in der Arztpraxis”.

  • Umgang mit Covid-19 Patienten (Das Ansteckungsrisiko für Ärzte und MPA in der Arztpraxis verhindern/minimieren.)
  • Hygienevorschriften (Das Ansteckungsrisiko für Ärzte und MPA in der Arztpraxis verhindern/minimieren. Die Hygienevorschriften korrekt umsetzen.)
  • Telefonische Beratung (Patienten am Telefon über das Virus beraten.)
  • Häufig gestellte Fragen

Wenn Sie wichtige und ergänzende Informationen und Prozesse haben, die wir in unser digitales Testhandbuch aufnehmen können, sind wir dankbar. Bitte senden Sie uns die Informationen an praxiskoordination@hin.ch

Des Weiteren freuen wir uns, dass wir mit dem Team adBrain eine wertschöpfende Kooperation eingehen konnten. adBrain wird uns und Sie bei der Implementierung vom digitalen Praxishandbuch in Ihrer Arztpraxis unterstützen.

28. März 2020 |

Neue Mitarbeiter

Ich heisse meine zwei Mitarbeiterinnen Karin Lottenbach und Nicole Bürgisser herzlich im Team Praxiskoordination Carnier GmbH willkommen. Sie werden mich in Zukunft bei meiner Arbeit unterstützen.

Die Praxiskoordination unterstützt Sie bei der Entwicklung fortschrittlicher und nachhaltiger Prozess- und Qualitätsstandards in Ihrer Arztpraxis. Wir verfügen über langjährige Berufserfahrung und kennen die täglichen Herausforderungen im Praxisalltag.

Deshalb bieten wir Ihnen Praxiskoordination in folgenden Bereichen:

  • Praxisadministration und Leistungskontrolle, Abrechnung und Bearbeitung von Rückweisungen
  • Praxishandbuch – Entwicklung und Implementierung
  • Qualitätsmanagement in den Bereichen Patientenservice-, und Sicherheit, Praxisapotheke, Labor und Röntgen
  • Begleitung und Support bei Qualitätszertifizierungen
  • Prozessoptimierungen (analog auf digital – Schnittstellenreduktion – Steigerung Produktivität)
  • Konzeption und Moderation von MPA-Qualitätszirkeln und Fortbildungen
  • Interimistisches Praxismanagement und administrative Leitung von ambulanten Gesundheitsinstitutionen

Sie brauchen ein Rezept für eine gesunde Praxis?

19. November 2019 |

Unsere Kompetenzen

  • Instrumente des Qualitätsmanagements in die Praxis integrieren ( Handbücher, Prüflisten, Statistiken, Audits usw.)
  • Wissen und Kompetenzen der MPA und leitenden MPA stärken
  • Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten klären
  • Förderung digitale Transformation und Prozessdenken
  • Kontrolle (Tarmed) Leistungserfassung, Fallerfassung und Validierung
  • Optimierung Agenda und Arztproduktivität (Ressourcenplanung)
  • Optimierung digitale Prozesse (Labor, Apotheke, Terminierung etc.)
  • Budgetierung und Controlling von Kosten (Personal, Investitionen, Material und Medikamente, IT und Digitalisierung) und Erträgen

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16. Februar 2019 |

Was hat das Qualitätsmanagement in der Arztpraxis mit der Digitalisierung zu tun?

Die Digitalisierung hält weiter Einzug und pflügt das Qualitätsbewusstsein in der Arztpraxis um. Der Wandel ist für viele Praxen spürbar, deshalb wird die zunehmende Überforderung der Praxisteams mit Aufstockung der personellen Ressourcen kompensiert. Die Anwendung von Instrumenten des Qualitätsmanagements wäre um ein Vielfaches besser.

Die aktive Auseinandersetzung mit Prozessen und Qualität findet im Praxisalltag oftmals nur zu Randzeiten statt. Man habe keine Zeit, der Fokus werde auf die Behandlung der Patienten gelegt. Die Arztpraxis befindet sich damit auf dem klassischen Verkäufermarkt. Dabei ist das Qualitätsbewusstsein nicht so wichtig, denn es geht im Wesentlichen um die Erbringung der Dienstleistung. Fehler (z.B. Abgabe falsches Medikament, Allergie wird nicht berücksichtigt) werden deshalb oftmals als menschliches Versagen gesehen. Bei immer wiederkehrenden Fehlern, werden Mitarbeitende ausgetauscht oder sanktioniert. Fehlerkosten entstehen dann auf der Qualitäts-, und Personalebene. Eine System-, beziehungsweise Prozessanalyse wird nicht in Betracht gezogen und eine praxisinterne Auseinandersetzung mit den Fehlern bleibt aus.

In der Praxis sehe ich oft Fehler und Blindleistungen (sinnlose oder überflüssige Tätigkeiten), welche nicht hinterfragt werden. Und obschon diese Fehler spürbar Reibungsverluste verursachen (Reklamation, interne Konflikte etc.), wird das Problem nicht auf der analytischen Ebene angegangen.

Es gibt sehr gute und einfache Methoden das Qualitätsmanagement in die Arztpraxis zu verankern. Und hier kommt die Digitalisierung ins Spiel. Die Validierung der Prozesse ist erst dann möglich, wenn Daten vorhanden sind. Natürlich kann auch eine einfache Fehlersammelliste Informationen sammeln, aber mit der geeigneten IT Lösung können eben auch Zusammenhänge besser erkannt und grafisch abgebildet werden. Als Beispiel kann hier das Praxislabor genannt werden. Laborgeräte, die an die IT angeschlossen sind, dokumentieren Ausreisser (ausserhalb Sollbereich) und der Verlauf kann grafisch und übersichtlich dargestellt werden. Systemfehler können schnell erkannt und Prozesse angepasst werden. (z.B. Ausreisser wegen falscher Pipettenanwendung, falsche Auflösung der Kontrolllösungen etc.) Der Verlauf der gemessenen Laboranalysen sollte regelmässig statistisch abgerufen und kontrolliert werden (Patientensicherheit).

In einer Arztpraxis gibt es viele Bereiche, in denen eine Qualitätssicherung nicht nur vom kantonalen Gesundheitsamt vorgeschrieben ist, sondern auch einen echten Mehrwert für den Betrieb und die Patienten mit sich bringt.

Beispiele:

Digitale Prozesse der elektronischen Agendaplanung

  • Gutes Triagieren der MPA (Ressourcenplanung, Produktivität, Patientenservice, Patientensicherheit)
  • Zielwerte definieren (Produktivität, Wirtschaftlichkeit)
  • Puffer für Notfallpatienten (Patientenservice, Patientensicherheit)
  • Recall Termine digitalisiert (Patientenservice)

Digitale Prozesse medizinische Patienteninformationen

  • Schnelle Patientenüberweisung an Fachärzte und Therapeuten (Patientenservice, Produktivität)
  • Sicherheit bei Datentransfer (Patientensicherheit, Produktivität)
  • Förderung integrierte Patientenversorgung (Patientensicherheit, Patientenservice)
  • Elektronische Krankengeschichte (Patientensicherheit, Controlling, Produktivität)
  • Anschluss Laborgeräte, Röntgen, EKG andere med. tech. Geräte an IT (Patientensicherheit, Controlling, Produktivität)
  • Verordnung Medikamente und Heilmittel (Patientensicherheit, Controlling, Patientenservice)
  • Implementierung Disease Management / Chronic Care (Patientensicherheit, Patientenservice)

Digitale Prozesse Praxisadministration

  • Erfassung managed care Patienten (Controlling, Wirtschaftlichkeit)
  • Korrekte Fallerfassung (Controlling, Patientenservice)
  • Korrekte Leistungserfassung (Controlling, Patientenservice, Wirtschaftlichkeit)
  • Lagerbewirtschaftung und Dokumentation Medikamente und Medizinische Hilfsmittel (Controlling, Wirtschaftlichkeit, Patientensicherheit)
  • Bearbeitung von Rechnungsrückweisung (Patientenservice, Wirtschaftlichkeit, Produktivität)

Neben den technischen und funktionalen Anforderungen an die Qualität der Arztpraxis, sind die emotionalen Einflussgrössen für eine erfolgreiche Implementierung von grosser Bedeutung. Ein Praxisteam, das den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann, ist kaum in der Lage Qualitätsbewusstsein nachhaltig zu entwickeln. Es ist deshalb sehr wichtig, dass auch MPA regelmässig Qualitätsthemen zusammen erarbeiten können (die Grösse des Teams ist dabei nicht entscheidend). Bei einer Prozessentwicklung / Optimierung sollte sich das Praxisteam auch die elementare Frage stellen «Warum machen wir etwas so, wie wir es machen?». Das Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm) bietet zudem eine einfache Problemlösungsmethode und kann sehr gut in einem MPA oder Praxisteam Qualitätszirkel angewendet werden. Auch Konflikte innerhalb des Teams, welche vielleicht aufgrund unterschiedlicher Arbeitsweisen entstanden sind, lassen sich gut durch Datenauswertung und Analyse beheben.

Sehr viele Qualitätskriterien in der Arztpraxis, können mit einer guten IT Lösung und digitalisierten Prozessen vollumfänglich erfüllt werden. Die Kosten für anfängliche Einführung eines Qualitätsmanagements und einer umfassenden IT Lösung sind innerhalb kurzer Zeit amortisiert. Fehlerkosten können reduziert und der Einsatz von Ressourcen besser kalkuliert werden. Die Voraussetzungen sind motivierte und flexible Ärzte und MPA, welche die Wahrnehmung ihres täglichen Engagements positiv beeinflussen wollen.

SIE BRAUCHEN EIN REZEPT FÜR EINE GESUNDE PRAXIS?

Die Praxiskoordination Carnier GmbH setzt sich für die fortschrittliche und nachhaltige Prozess-, und Qualitätsentwicklung in Ärztepraxen ein.

publiziert am 21.12.2018 auf LinkedIn, Autorin Kerstin Carnier

15. Januar 2019 |

Die Praxiskoordination als Rezept für eine gesunde Arztpraxis

Besonders die Haus- und Kinderarztpraxen können ein Lied davon singen. Sie sind die Grundversorger der Schweizer Bevölkerung und managen unsere Gesundheit von der Schnittwunde bis zum akuten Herzinfarkt. Weil heutzutage die meisten Ärztepraxen an Netzwerke angeschlossen sind und sich die Praxen an die Vertragsbedingungen der Versicherungen halten müssen, sind die Mitarbeitenden im andauernden Veränderungsprozess. Dazu kommen die gesundheitspolitischen Einflüsse und Leitlinien.

Der Datenschutz im Gesundheitswesen hat eine neue Dimension erreicht und ich behaupte, dass wir in der Arztpraxis jeden Tag gesetzliche Vorschriften übersehen. Es geschieht nicht vorsätzlich, aber unser primäres Engagement gilt der medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten. Was nützen uns starre Prozesse, Reglemente, Handbücher und Pflichtenhefte, wenn wir die Talente unserer Mitarbeitenden übersehen? Leider liegen die Potentiale des Praxisteams oft brach und die Funktionalität der medizinischen Praxisassistenten/Innen steht im Vordergrund. Ohne Synergie- und Wissenstransfer können wir den Anforderungen nicht gerecht werden. Die leitenden Personen in Ärztepraxen (leitende MPA, Praxiskoordinatoren/Innen) stehen für die Überzeugung, dass wir Mitarbeitende fördern müssen. Dazu gehört auch die Führung in die digitale Transformation in der Praxis. Kommen wir weg vom Fax! Berichte müssen nicht mit der Post verschickt und wieder «eingescannt» werden. Sämtliche Laborgeräte gehören in das digitale System integriert.

Die Praxisapotheke braucht eine Lagerbewirtschaftung. Die Frage ist, können elektronische / digitale Dienste in den Ärztepraxen eine einfache Sprache sprechen? Auf jeden Fall. Fachpersonen, welche die Praxiskoordination beherrschen, können die Schnittstellen zusammenführen und bezugsgruppengerecht kommunizieren, beziehungsweise informieren. Praxisleitende Personen halten die Fäden in der Hand und setzen die Talente der Mitarbeitenden sinnvoll ein. Den Bedürfnissen angepasste Abläufe kommen zur Anwendung und vereinfachen das interdisziplinäre Zusammenarbeiten. Die Patientin und der Patient sehen ein harmonisches Team, das Professionalität ausstrahlt. Zudem haben die Ärztinnen und Ärzte mehr Zeit für ihre Kernaufgabe.

Die Triage, die Leistungsabrechnung und Kontrolle, die Praxisadministration, die Qualitätssicherung der Apotheke, des Labors, der medizinisch-technischen Geräte etc. liegen in der Verantwortung eines engagierten und motivierten MPA Teams, das mit Freude und Stolz die digitale Ärztepraxis in eine erfolgreiche Zukunft begleitet. Die praxisleitende Fachperson steht für diese Mission und bleibt im stetigen Wandel informiert, interessiert und vor allem motiviert.

Autorin: Kerstin Carnier

Bildquelle: Shutterstock©

10. Oktober 2018 |

Das elektronische Patientendossier in der Arztpraxis

Ein Drittel der Arztpraxen in der Schweiz führt die Krankengeschichte auf Papier – und beabsichtigt auch keinen Wechsel. (Quelle: www.medinside.ch, veröffentlicht am: 07. September 2018)

Zurück vom Swiss EHealth Summit 2018 in Bern, lese ich diesen Artikel. https://www.medinside.ch/de/post/jede-dritte-arztpraxis-muesste-zum-epd-gezwungen-werden#.W5o-8FL8cwY.email

Erster Gedanke “ das kann nicht Euer Ernst sein“. Geht es beim elektronischen Patientendossier (EPD) nicht um eine bessere Koordination der Gesundheitsversorgung der Schweizer Bevölkerung? Profitieren nicht auch diejenigen von Datenerhebung und Forschung (der Anderen), welche ihre Papierkrankengeschichten verteidigen? Die digitale Vernetzung der Gesundheitsdienstleistenden wird weiter voranschreiten und sich entwickeln. EHealth Lösungen und auch das EPD wurden aufgrund der Bedürfnisse und Trends der Schweizer Bevölkerung entwickelt. Warum sollten wir darum überlegen, wie wir das EPD für kleine Institutionen attraktiv machen können? Es ist doch ganz einfach, als Patientin nutze ich moderne Angebote und Institutionen, welche auf dem neuesten technischen Stand sind und es möglich machen, dass meine Gesundheitsdaten jederzeit abgerufen werden können (Medikamente, Allergien, chronische Krankheiten etc.). Weil im Notfall, können diese Daten lebensrettend sein. Sorry, aber in einer solchen Situation kann ich leider nicht warten, bis das Wochenende, die Praxisteam-Fortbildung, oder die Betriebsferien zu Ende sind.

13. September 2018 |
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